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Sportverletzungen

Kaum beginnt die Wintersportsaison, häufen sich die Meldungen von Unfällen auf der Skipiste. Von den über vier Millionen deutschen Skifahrern werden sich in diesem Winter wieder rund 45.000 verletzen, so die Statistik der Auswertungsstelle für Skiunfälle (ASU Ski). Die Verletzungstrends: Fast 40 Prozent aller Ski-Unfälle betreffen die Knie, gefolgt von Schulterverletzungen. Typisch ist auch der sogenannte Skidaumen, eine Bandverletzung im Daumengelenk. Nicht berücksichtigt werden in den Statistiken jedoch Überlastungsschäden wie Sehnenreizungen oder Muskelverletzungen, die meist erst nach dem Winterurlaub spürbar werden. Sie entstehen immer dann, wenn die sportliche Belastung höher als die individuelle Belastbarkeit ist, man seinem Körper also zuviel zumutet. Die beste Vorbeugung vor Überlastungsschäden und Sportverletzungen sind ein spezielles Muskeltraining und gute Aufwärmübungen.

Die meisten Sportverletzungen entstehen durch schlechte Vorbereitung. Viele Wintersportler sind gerade zu Beginn des Urlaubs nicht so trainiert, dass der Körper mit dem Aktivitätsdrang mithalten kann. Physiotherapeuten bieten daher Präventionskurse und Personaltraining an, um für die Piste fit zu werden und Überlastungsschäden zu vermeiden. Trainiert werden Ausdauer, Gleichgewicht, Beweglichkeit und Muskelkraft, z. B. mit speziellen Übungen für die knieumgebende Muskulatur. Denn beim Skifahren treten sehr häufig kombinierte Kapsel-Bandverletzungen des Knies auf, wenn bei angespannten Muskeln und Bändern das Bein verdreht wird. Meist sind das Knie-Innenband oder Kreuzband betroffen. Auch Meniskusschäden sind möglich, die unbehandelt zu Arthrose führen können. Eine Verletzung des Kniegelenks äußert sich z. B. durch Schmerzen, Bluterguss und Schwellung. Ist der Kapsel-Bandapparat betroffen, kommt ein Gefühl der Instabilität oder ein spontanes Wegknicken im Gelenk hinzu.

Tritt trotz aller Voraussicht eine solche Verletzung auf, sind zur Akutbehandlung ein kühlender Druckverband und die Hochlagerung des Beins zu empfehlen. Je nach Schwere der Verletzung entscheidet der Arzt dann, welche Behandlung geeignet ist. So muss eine Kreuzbandverletzung nicht immer operiert werden, da das Kniegelenk durch gezielte Krankengymnastik mit Training der Oberschenkelmuskulatur wieder ausreichend Stabilität erhalten kann. Bereits in der frühen Phase der Heilung einer Knieverletzung ist Physiotherapie nötig: Andere Gelenke müssen bewegt, Muskeln gekräftigt und gegebenenfalls der Gang mit Gehstützen geübt werden. Sinnvoll ist auch die Anwendung von physikalischen Maßnahmen. Beispielsweise können kühlende Eispackungen oder Gleichstromtherapie zum Einsatz kommen. Im weiteren Verlauf der Behandlung sind Bewegungs-, Koordinations- und Dehnungsübungen möglich. Eine Physiotherapie mit Gangschulung und sensomotorischem Training ist unerlässlich, um die Funktionsfähigkeit wiederherzustellen.

Auch bei Überlastungsschäden kann ein Physiotherapeut helfen. Je nach Beschwerden können Manuelle Therapie, Massagen, Dehnübungen oder Muskelaufbautraining verordnet werden. Bei jeder Sportverletzung ist Physiotherapie ein wichtiger Bestandteil der Behandlung, um Schmerzen zu reduzieren, die Beweglichkeit wieder herzustellen und Stabilität in der Bewegungsausführung zu erreichen.

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